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ARAGON, Reise in die Pyrenäen

ARAGON © BILDHORIZONTE PHOTOGRAPHY

Anreise und JACA

Die Anreise mit dem Flugzeug über Barcelona war ruhig und angenehm, kurzer Flug von zwei Stunden und kein wildes Schütteln, wie manchmal im Winter. Die Hamburger haben mal wieder den Zeitplan nicht einhalten können, dadurch hatte der Flug 45 Minuten Verspätung und wir haben mit Mühe und Geschwindigkeit den Mietwagen noch gerade bekommen. Jedenfalls mit dem Auto aus Barcelona heraus, ohne Navigation, ist unmöglich. Ohne Navigation würde sich jeder und jede verirren und wir würden wahrscheinlich heute nach drei Tagen, wo ich diese Zeilen schreibe, noch den Ausweg suchen



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Nach einem Zwischenaufenthalt mit Übernachtung in Lleida und einem guten Frühstück ging es zum Ziel in der Nähe von JACA mit einem Zwischenstopp in JACA.

Nur ein kurzer Zwischenstopp in JACA und ein gutes Mittagsmal. Liebhaber unterschiedlicher selbstgebrauter Biersorten kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Die Stadt hat in der Nähe vom Zentrum die Burg CIUDADELA DE JACA, die als Festungsanlage im Spanisch – Französischem Krieg diente. In der Festungsanlage ist heute ein Themen - Museum eingerichtet. Eine Besichtigung lohnt sich auf jeden Fall.

Santa Cruz de la Seros
Das Ziel „Santa Cruz de la Seros“ ist nur ca. 15 Minuten Autofahrt von JACA entfernt und liegt abseits von der Landstraße in den Bergen. Ein kleiner Ort mit 100 Einwohnern, in dem die Zeit stehen geblieben ist und sich gefühlt noch im Mittelalter befindet. Wenn hier bei der Ankunft gleich ein Ritter um die Ecke geritten gekommen wäre, es hätte mich nicht gewundert. Ein ruhiger Ort mit vielen Möglichkeiten der Erholung, Entspannung und Aktivität, wandern ist hier die Hauptaktivität. Die Skigebiete sind in kurzer Entfernung mit dem Auto (ca. 50km) und die Wanderwege in die Natur gehen direkt hier los. Greifvögel aller Art sind hier in den Steilwänden zu Hause und lassen sich ausgiebig beobachten. Eine imposante Schau ihnen beim Flug und im Ansitz zu zuschauen.      
Die Wege sind zum Teil nicht einfach und gutes Schuhwerk und sicherer Stand sind erforderlich, manche Teile des Weges sind auch sehr schmal und gehen an manchem steilen Abhängen entlang, aber die Mühe lohnt sich. Trekkingstöcke sollten zur Ausrüstung gehören, sie erleichtern auf den Wegen vieles und helfen Balance zu halten. Auch ausreichend Proviant und Wasser, für die eine oder andere Pause zwischendurch, sollte ebenfalls dabei sein, denn Restaurants auf den Wegen gibt es nicht. Die Wanderpfade sind auf Tagestouren ausgelegt mit eigener Verpflegung, Quellwasser kann auch in den zahlreichen Bächen geschöpft werden, ein GRAYL wäre von Vorteil, aber das Wasser kann auch ohne Filterung genossen werden. Für die Greifvögel Beobachtung ist der Pfad „SENDA DE LA FAXUELA“ besonders geeignet. Für alle von diesem Ort ausgehenden Pfade steht die APP „VIVE SANTA CRUZ“ im Apple und Google APP – Store kostenlos zur Verfügung.

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Die kleine Stadt bietet ein Stil in der Zeit des Mittelalters, auch die meist neueren Häuser sind in diesem Stil des Mittelalters, als die Stadt entstand, aufgebaut, so dass es keinen Stilbruch gibt. Auch wenn das ganze drumherum dem heutigen technischen Standard entspricht und Mobilfunk zumindest in näherer Umgebung gut vorhanden ist, muss jegliche Navigation auf dem Mobilgerät offline möglich sein. In den Bergen weit ab von diesem Kleinod sieht es schon ganz anders aus, Mobilfunk für Navigation ist in den weit verzweigten und zerklüfteten Bergregionen nicht, oder nur ganz selten vorhanden. Hier ist Outdoor angesagt mit allem, was dazugehört, Selbstversorgung auf der Wanderung mit den mitgenommenen Lebensmitteln, Wasser aus dem Bach zum Trinken, wenn das mitgenommene alle ist. Hier gilt die alte Regel der Berge, im Quartier Bescheid sagen, wo es hingeht und abends nach der Rückkehr sich zurückmelden, denn Hilfe gibt es unterwegs in den Bergen nicht, hier ist noch jedermann/frau auf sich und die Person, die begleitet, allein gestellt. Aber das ist in meinen Augen auch das schöne, die Berge wirklich genießen zu können.    

Hoch oben über den Geiern liegt das MONASTERIO in eine Felsspalte gebaut, ein ehemaliges Kloster, heute Museum und noch ein Stück weiter oben auf dem Berggipfel liegt das MONASTERIO NUEVO, von den Mönchen neu erbaut, als das bisherige in der Felsspalte ausgebrannt ist. Es wurde später von den Franzosen im Spanisch Französischen Krieg zerstört und auf den Resten wurde die heutige Kathedrale und das Museum errichtet. Es ist einen Besuch wert, auch in die umliegenden Wälder, in den noch viele ehemalige Gebäude der damaligen Zeit versteckt liegen und von der Bergspitze sich einen einmaligen Blick in die Weite der Pyrenäen anbietet.

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Auch die Umgebung gilt es zu entdecken, genauso wie das ursprüngliche in eine Felsspalte eingebaute Monasterio Viejo.

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Beide geben einen Einblick in das Leben der Mönche im frühen Mittelalter. Heute mag es alles anders sein, aber ist es nicht doch genauso wie früher.


 
Pyrenäen

Die Pyrenäen sind eine Gebirgskette, welche die iberische Halbinsel vom restlichen Europa trennt und mit insgesamt über 200 Berggipfel mit mehr als 3.000m Höhe vom Osten der iberischen Halbinsel bis zum Westen auslaufend in das kantabrische Gebirge Spanien von Frankreich trennt. Sowohl im französischen Teil als auch im spanischen Teil sind die meisten Regionen inzwischen National- oder Naturpark und ausgewiesene Skigebiete sind nur ganz wenige vorhanden. Wandern ist hier die Begegnung mit der Natur und die Wege können weit und lang sein und sind immer interessant und gehen bis in die Spitzen der Berge in die Schneeregionen.
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Hier gilt das gleiche wie bei den Wanderpfaden um Santa Cruz de la Serós. Navigation ist nur offline möglich und Restaurants unterwegs sind Fehlanzeige. Proviant und Wasser sind für die ganze Tour mitzunehmen, wobei Wasser an diversen Bächen und Flüssen entnommen werden kann. Aber die gewaltige Natur entschädigt für alles, der Weg ist das Ziel. Hier ist noch richtiges Outdoor – Feeling möglich mit allem, was Outdoor mit sich bringt.
Für Wanderungen hat sich bei mir KOMOOT bewährt mit Offlinekarten im Premium – Bereich. Die Karten sind sehr ausführlich und offline jederzeit verfügbar. Trekkingstöcke verwenden wir Carbon – Stöcke von LEKI, sie sind leicht und auch im rauen Gelände verrichten sie ihren Dienst. Alle Bilder sind mit der CANON EOS RP aufgenommen. Für besonders schwieriges Gelände gibt es von PEAK DESIGN entsprechende Schlitten zu Aufnahme der Kamera, damit diese sicher am Körper liegt und auf unwegsamen Wegen nicht behindert. Reserveenergie sollte ebenfalls vorhanden sein, sowohl für sich selbst als auch für die Geräte.

Die Möwen von Málaga

EIN TAG IN MÁLAGA
Heute war ein ereignisreicher Tag. Das Frühstück im Hotel war ausreichend für das erste, ich habe meine Ausrüstung und Kamera geschnappt und bin los. Auf dem Wege in das Zentrum komme ich am Fuente de las Tres Gracias vorbei, bleibe etwas stehen und mache erste Fotos. Heute möchte ich in den Norden, in das Barrio Victoria und in das Marque Salamanca, die kleine Schwester von der großen Markthalle im Zentrum. Es sind jetzt schon fast 35°C, es wird ein warmer Tag, ich mag diese Wärme, sie fühlt sich gut an auf der Haut, wenn es draußen genauso warm ist wie im Körper selbst. Ich mag es, ich genieße es.

BILDHORIZONTE.com - Andalusien Málaga Brunnen

Ich gehe weiter durch den Parque Paseo und schlendere durch die Gärten, halte Ausschau auf das eine oder andere neue Motiv. Der Garten ist so ruhig, trotz der befahrenen Straßen beiderseits. Die Bänke laden zum Sitzen ein, ich suche mir eine im leichten Schatten, eines meiner Lieblingsplätze und schaue einfach zu. Menschen schlendern vorbei, und kaum eine Person schnellen Schrittes.

Die Möwen kreisen über mir und die Papageien, die eigentlich gar nicht hier vorkommen, sondern mit den Pflanzen aus den spanischen Kolonien in Mittel- und Südamerika mit immigrierten, sind an jeder Ecke lautstark zu hören.

BILDHORIZONTE.com-Andalusien Málaga Hafenpromenade
Ich gehe weiter in die Stadt hinein über die Calle Lario, der Einkaufsmeile zu meinem kleinem Stammkaffee in einer Nebenstraße. Die Besitzerin fragt mich nur „Jamon o Queso“, ich antworte nur kurz mit Jamon, por favor und setze mich draußen auf einen der wenigen freien Plätze, kurz darauf kommt mein übliches zweites Frühstück hier in Málaga. Café con leche, Zumo de Naranja y un Tostada con Jamon. Ich genieße es hier zu sitzen und die Menschen zu beobachten wie sie auf dem Weg zur Arbeit, ins Büro oder zum Einkaufen hier vorbei schlendern und denke über meinen Tag nach, was ich noch alles vorhabe, heute. Ich bezahle Drei Euro fünfzig, gebe vier und gehe weiter.

An dem um diese Zeit trockenen Kanal des Guadalhource gehe ich in Richtung Norden mit Blick in die Berge. Der eigentliche Guadalhorce fließt weiter westlich in Málaga kurz vor dem Flughafen und ist inzwischen weitgehend Naturschutzgebiet. Es ist schon faszinierend eine Stadt an der Küste umgeben von Bergen, ja zum Teil selbst auf Bergen gebaut, immerhin ist der höchste Punkt der Stadt mit dem Gibralfaro, der Burg hoch oben über der Stadt nur einen Katzensprung vom Hafen entfernt. Aber zur Burg will ich heute nicht hoch, ein andermal. Ich gehe weiter Richtung Norden zur nächsten Kreuzung und biege rechts ab.

BILDHORIZONTE.com-Andalusien Málaga Innenstadt
Langsam ist Mittagszeit, Zeit eines der vielen kleinen Restaurants hier auszuprobieren. Ich nehme eines mit Mittagstisch, was hier oben weit verbreitet ist, denn es kommen viele Angestellte und Arbeiter hier her. Das Lokal ist voll, zumeist an der Theke sitzen viele, ich finde noch einen freien Platz. Es gibt nur zwei Menüs zur Auswahl, Pescado oder Carne. Ich wähle Carne. Der Teller für die Suppe steht schon auf dem Tisch, der Kellner kommt mit einem großen Topf und einer Kelle vorbei und füllt auf, direkt aus dem Topf. Nachtisch und ein Bier gibt es auch noch dazu. Ich zahle 7 Euro fünfzig, gebe 8, bedanke mich und gehe weiter. Es hat gut geschmeckt und gestärkt mache ich mich auf dem Weg zum Markt. Er ist noch geöffnet. Viel Fisch, etwas Fleisch und sehr viel Obst und Gemüse, aber doch sehr viel kleiner als der Markt im Zentrum. Ich sehe Fisch und frage den Händler, ob ich ein Foto machen kann, er bejaht.

Ich gehe weiter in das Barrio Victoria hinein. Der Verkehr wird mehr und ich muss manchmal länger warten, bis das Foto im Kasten ist, so wie ich es haben möchte. Das Foto soll schon bei der Aufnahme perfekt sein und nicht am Computer entstehen, sondern ich möchte das Leben einfangen, so wie es ist. Manchmal ist es nicht so einfach und ich brauche Geduld, aber das sind halt die Leiden eines Fotografen.


BILDHORIZONTE.com - Andalusien Hafen Leuchtturm
Es ist Abend geworden und jetzt sitze ich in einer Bar nah am Strand, vor mir mein Notebook, die Abendsonne scheint mir auf den Rücken, es ist angenehm und ich betrachte und bearbeite die ersten Bilder von heute, ein Tinto hilft mir dabei und die Tapas. Das war ein Tag in Málaga, was mache ich morgen, ich weiss es noch nicht, ich lasse es auf mich zukommen, ich genieße das Leben, doch, eines weiss ich, es ist Käsetag.

MIT DEN FÜSSEN BETEN

Mit den Füßen beten, oder Pilgern, früher hieß es wandern oder Trekking, seit H.P. Kerkeling reden alle vom Pilgern, aber eigentlich ist es doch das gleiche. Mit den Füßen fortbewegen von einem Ort zu einem anderen, oder zum Ausgangsort wieder zurück. Und wenn übers Pilgern oder Trekking geredet wird, dann denkt gleich jeder, einen Ausflug über mehrere Tage mit allem drum und dran. Aber warum nicht mal ein Mikro-Pilgern, oder ein Mikro-Trekking, also ein Mikro-Abenteuer. Nur ein Tag, morgens früh raus und im Laufe des Tages zurück. Mit Kamera Rücksack, Verpflegung und allem, was so benötigt wird. Und plötzlich wird die Welt mit anderen Augen gesehen, es werden Dinge entdeckt, die vorher nicht wahrgenommen werden und Bilder gemacht, die nicht für möglich gehalten werden.

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Canon EOS RP – CANON RF 24-105mm – 24mm - Blende: f 7.1 – Zeit: 1/160s

Wann ist ein Bild ein gutes Bild? Wann ist ein Motiv überhaupt Fotografierens wert. Wie fotografiere ich ein Motiv optimal. Wenn der Blick geschult und aufmerksam ist, werden überall interessante Motive entdeckt und diese perfekt umgesetzt. Bilder begegnen uns jeden Tag – im Fernsehen, im Internet, in Zeitschriften. Die tägliche Bilderflut ist in der Zwischenzeit grenzenlos, aber trotzdem schaffen es nur wenige Bilder, uns länger als einen Augenblick, oder sogar über längere Jahre zu fesseln. Aber was genau ist es, dass die Faszination solcher Bilder ausmacht.

Es ist nicht zwangsläufig wichtig, die perfekte technische Umsetzung zu haben, es ist auch nicht wichtig, ein spektakuläres Motiv auf dem Bild darzustellen. Wenn genau hingeschaut wird, ist es nur wichtig, wann der richtige Moment, welches der richtige Bildwinkel und der Bildausschnitt ist, dann werden die Bilder ein gewisses Etwas haben, dass auch unbeteiligte Besucher in den Bann zieht.

Für mich ist ein gutes Bild, wenn es den Betrachter einfängt, fesselt und ein Weile festhält, wenn die Bildaussage sauber und nicht vieles drum herum ist, was ablenkt. Es spielt natürlich auch viel Persönliches dabei mit, und jeder hat so seinen ganz eigenen persönlichen individuellen Geschmack, sei es nun für die besondere Lichtstimmung, für Licht und Farbe, das tolle Gebäude und die fantastische plastische Landschaft. Wichtig ist, geht mit offenen Augen durch die Landschaft, auch ein paarmal nach rechts oder links, betrachtet wie verändert sich das Motiv, wie verändert sich die Bildaussage. Aus welcher Richtung kommt das Licht, ist etwas Störendes in der Nähe, was Schatten wirft, oder das Motiv oder den Betrachter ablenken könnte. Muss die Position geändert werden um diese Störung zu verhindert, oder genügt nur etwas Geduld, und die Störung erledigt sich von allein, und ab und zu auch ganz einfach mal querdenken, ausbrechen aus den Regeln und Neues probieren.

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Canon EOS RP – CANON RF 24-105mm – 105mm - Blende: f 11 – Zeit: 1/160s

Und niemals Bilder vor Ort löschen, nehmt euch Zeit und betrachtet die Bilder mit zeitlichen Abstand in Ruhe am großem Monitor. Manches Bild, welches unvermittelt vor Ort gelöscht worden wäre, war mit zeitlichen Abstand betrachtet, der Hammer.

FOTOGRAFIE und LANDSCHAFT

Fotografie ist spielen mit Licht und gleichzeitig die Möglichkeit die Welt dem Betrachter mit den eigenen Augen zu zeigen. Jedes Bild, jede Darstellung zeigt auch immer etwas von uns, davon wie wir die Welt sehen, denn wie sagte einst Andreas Feininger: "Das rechte Auge, das offene schaut durch den Sucher, und das linke, das geschlossene, in die eigene Seele".
So kann jede Landschaft, und sei sie oberflächlich betrachtet noch so eintönig und flach, sehr viel bieten, wenn nur mit Muße und mit Geduld hingeschaut wird.


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CANON EOS RP – CANON RF 24-105mm f4 – 24mm - Blende: f 10 – Zeit: 1/1250s

Landschaften sind seit jeher eines der beliebtesten Motive in der Malerei, und auch in der Fotografie gehören sie zu den Motiven, welche am meisten dargestellt werden. Sie gehören zu den lohnendsten und beeindruckendsten fotografischen Themen.

In vielen Fachbüchern steht geschrieben, dass die Landschaftsfotografie ein nicht allzu anspruchsvolles fotografisches Genre ist, ich bin da ganz anderer Ansicht, es gehört nach meiner Meinung zu den anspruchsvollsten Genres der Fotografie überhaupt. Warum? Um ein außergewöhnliches Landschafsfoto zu fotografieren braucht es mehr als nur eine spektakuläre Landschaft, es braucht die besondere Lichtstimmung, die dunklen Gewitterwolken oder den dunklen ewigen blauen Himmel über der Bergkette, aber all das kann nicht herbeigezaubert werden, man ist chancenlos den Elementen der Natur ausgeliefert und muss daraus das eine besondere Foto machen.

Ein wirklich gutes Landschaftsfoto kann geplant werden, es gehört generell nur Vorbereitung und Planung dazu. Ganz besonders interessant sind die goldene und die blaue Stunde. Ist die Sonne noch sichtbar über dem Horizont, sind die Farben warm, die goldene Stunde, ist die Sonne hinter dem Horizont verschwunden, sind die Farben kalt, die blaue Stunde. Um das nutzen zu können, muss gewusst werden, wo die Sonne aufgeht und untergeht, und wo die beste Position dafür ist, in der Landschaft morgens und abends. Am Tage, wenn die Sonne hochsteht, wirkt eine Landschaft wieder ganz anders, im ersten Moment, unspektakulär, aber das täuscht, hier ist dann wichtig, der Landschaft Tiefe zu geben, Dimension, Gestalt oder Fantasie, so dass der Betrachter angeregt wird inne zu halten und über den Inhalt nach zu denken.

Ebenfalls lässt sich mit Brennweite die Landschaft im Foto gestalten. Kleine Brennweite, kleine Blende, hohe Tiefenschärfe, mit einer großen Brennweite und großer bis mittlerer Blende lässt sich die Landschaft verdichten und gleichzeitig die Schärfentiefe einschränken, aber vorsichtig, hier ist es dann wichtig, den richtigen Fokuspunkt zu finden. Bei großer Brennweite kann es dann auch mal empfehlenswert sein, je nach Licht- und Windverhältnissen, mit Stativ und Spiegelvorauslösung zu arbeiten.

CANON EOS RP

Vor gar nicht langer Zeit habe ich den Wechsel gewagt von einer CANON EOS 60D zu einer CANON EOS RP. Die erste digitale Kamera ohne Spiegel. Der Wechsel zu Vollformat war das Ziel und als Alternative stand die CANON EOS 6D zur Auswahl. Entscheidend war dann das moderne Konzept und die neuere Technik und der moderne Sensor mit dem DIGIC 8. Zuerst etwas misstrauisch, muss ich jetzt nach etwas mehr als einem Jahr sagen, es war die richtige Entscheidung. Zugegeben, das Gehäuse selbst ist etwas kurz für normale Hände und es empfiehlt sich auf jeden Fall der zusätzliche Batteriegriff, der zwar nichts beinhaltet, aber die Griffigkeit und Handhabung doch erheblich verbessert. Mit dem RF 24-105 IS USM und dem Batteriegriff ist die Kamera zwar genauso schwer und groß wie eine vergleichbare Spiegelreflex. Insgesamt aber eine sehr gute und brauchbare Kamera. Die Kamera kann ich nur empfehlen. Im Prinzip ist die Kamera mit dem Magnesium-Aluminium Gehäuse mit nicht mal 500g ein Leichtgewicht, doch der 26.2MP Vollformat - Sensor benötigt durchaus leistungsfähige Objektive. Und so wird das Gewicht dann mit dem 24-105mm f4 IS USM und dem Batteriegriff doch mehr als 1 kg. Das Handling ist typisch Canon, sehr gut, und die Bildqualität ist nach meinen Ermessen hervorragend., auch die Bedienung, inklusive der Software, entspricht dem typischen Canon - Handling. Insgesamt eine wohl durchdachte und gelungene Entwicklung zu einem akzeptablen Preis - Leistungsverhältnis.
Von den vorhandenen Objektiven von der EOS 60D funktioniert das SIGMA f2.8 105mm Makro hervorragend und liefert Bilder mit einem sehr sauber und glasklaren Bokeh, auch das TAMRON SP f4.6-6.3 70-300mm funktioniert tadellos, wird jedoch nach meinem Eindruck etwas träge und der Stabilizer funktioniert nicht immer sauber, manchmal ruckelt er ein bisschen. Das Canon EF f1.8 50mm ohne Probleme. Bildbeispiele mit der CANON EOS RP
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