BILDHORIZONTE WORKSHOP STADTMUSIKANTEN

EINFÜHRUNG IN DIE ELEMENTE

Landschaften sind seit jeher eines der beliebtesten Motive in der Malerei, und auch in der Fotografie gehören sie den Motiven, welche am meisten dargestellt werden. Sie gehören zu den lohnendsten und beeindruckendsten fotografischen Themen.

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In vielen Fachbüchern steht geschrieben, dass die Landschaftsfotografie ein nicht allzu anspruchsvolles fotografisches Genre ist, ich bin da ganz anderer Ansicht, es gehört nach meiner Meinung zu den anspruchsvollsten Genres der Fotografie überhaupt. Warum? Um ein außergewöhnliches Landschafsfoto zu fotografieren braucht es mehr als nur eine spektakuläre Landschaft, es braucht die besondere Lichtstimmung, die dunklen Gewitterwolken oder den dunklen ewigen blauen Himmel über der Bergkette, aber all das kann nicht herbeigezaubert werden, man ist chancenlos den Elementen der Natur ausgeliefert und muss daraus das eine besondere Foto machen.

Ein wirklich gutes Landschaftsfoto kann geplant werden, es gehört generell nur Vorbereitung und Planung dazu. Ganz besonders interessant sind die goldene und die blaue Stunde. Ist die Sonne noch sichtbar über dem Horizont, sind die Farben warm, die goldene Stunde, ist die Sonne hinter dem Horizont verschwunden, sind die Farben kalt, die blaue Stunde. Um das nutzen zu können, muss gewusst werden, wo die Sonne aufgeht und untergeht, und wo die beste Position dafür ist, in der Landschaft morgens und abends. Am Tage, wenn die Sonne hochsteht, wirkt eine Landschaft wieder ganz anders, im ersten Moment, unspektakulär, aber das täuscht, hier ist dann wichtig, der Landschaft Tiefe zu geben, Dimension, Gestalt oder Fantasie, so dass der Betrachter angeregt wird inne zu halten und über den Inhalt nach zu denken.

Ebenfalls lässt sich mit Brennweite die Landschaft im Foto gestalten. Kleine Brennweite, kleine Blende, hohe Tiefenschärfe, mit einer großen Brennweite und großer bis mittlerer Blende lässt sich die Landschaft verdichten und gleichzeitig die Schärfentiefe einschränken, aber vorsichtig, hier ist es dann wichtig, den richtigen Fokuspunkt zu finden. Bei großer Brennweite kann es dann auch mal empfehlenswert sein, je nach Licht- und Windverhältnissen, mit Stativ und Spiegelvorauslösung zu arbeiten.